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Katastrophe nach Unwetter

Katastrophe nach Unwetter

Notrufe in dreistelliger Höhe
 

Nach ca. 75 Stunden Dauereinsatz, welcher für viele nur für wenige Stunden Schlaf und eine Dusche mit Kleiderwechsel unterbrochen wurde, möchten wir kurz über die Hochwassereinsätze unserer Wehren berichten. Während eines größeren Brandeinsatzes in Herrstein wurden unsere Wehren am Sonntag Nachmittag von einem Unwetter überrascht. Innerhalb kürzester Zeit gingen Notrufe in dreistelliger Höhe bei uns ein, welche nur noch bedingt abgearbeitet werden konnten. Zu hoch war die Anzahl an Einsätzen und aufgrund des anhaltenden Regens nicht zu bewältigen, da zu viele Wassermassen nachgelaufen sind. Bilder und Videos gibt es hierzu zahlreiche im Netz, so dass wir an dieser Stelle nichts davon doppelt publizieren möchten. Auch das zentrale Gerätehaus in Herrstein wurde teilweise Opfer eindringenden Schmutzwassers und die davor abgestellten Fahrzeuge der Feuerwehrkameraden wurden überwiegend im ca. 1,40 m hohen Wasserstand zerstört. Als die größten Wassermassen abgelaufen waren, haben wir umgehend die notwendigen Einsatzmaßnahmen eingeleitet. Hierzu wurde bis Montag Abend die Technische Einsatzleitung des Landkreises beauftragt. Kräfte von Feuerwehren, THW und DRK aus dem gesamten Bundesland rückten an um die Wehren vor Ort zu unterstützen. Diese Vorgehensweise wurde bereits bei Eintritt der Katastrophe am Sonntag zwischen Wehrleiter Nils Heidrich und Kreisfeuerwehrinspekteur Eberhard Fuhr abgesprochen und die Alarmstufe entsprechend hochgesetzt. Seit Montag liegt die Einsatzleitung wieder in Händen der VG um Wehrleiter Heidrich. Das gesamte Schadensbild wurde allerdings erst mit Tagesanbruch in den betroffenen Ortslagen sichtbar. Viele unserer Bürger haben erhebliche Schäden erlitten, welche teilweise noch lange nachwirken werden. Medial wurde inzwischen viel berichtet, leider entspricht hier nicht alles den Tatsachen. Wir werden auch in den nächsten Tagen weiter für unsere Bürger im Dauereinsatz sein und alles mögliche dazu beitragen, damit die Betroffenen schnellstmöglich wieder zur Normalität finden können. Was wir nicht unerwähnt lassen möchten ist die großartige Hilfe aus den Reihen nichtbetroffener Bürger aus der ganzen Region. Daher an aller Helfer: Ihr seid großartig! Eine Bitte hätten wir allerdings noch: Sollte es irgendwo mal zu Verzögerungen kommen, weil teilweise Straßen gesperrt werden müssen oder Aufräumaktionen umfangreicher und einschränkender werden als zuerst gedacht, bitte habt Geduld und verhaltet euch fair gegenüber den Hilfskräften. Auch von diesen hat keiner diese Katastrophe herbeigesehnt und sie machen nur die ihnen übertragenen Arbeiten. Wir hoffen in einigen Tagen weitereres berichten zu können und schließen uns den vielen aufmunternden Worten an und sagen:“ Gemeinsam schaffen wir das!"



Letzter Einsatz:

19.07.2018  06:49 Uhr

Zimmerbrand

Lorettahof

55756 Herrstein

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