skip to content

VG Feuerwehrtag 2018

Feuerwehrtag in Kirschweiler

Viel Anerkennung für die Hilfe bei Flutkatastrophe
 

Der Feuerwehrtag der Verbandsgemeinde Herrstein stellt für die rund 430 Feuerwehrangehörigen in jedem Jahr ein besonderes Highlight dar. An diesem Tag stehen die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner der Verbandsgemeinde Herrstein im Vordergrund, die sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen.
Die diesjährige Veranstaltung fand in Kirschweiler in der Hans-Becker-Halle statt.
Zu Beginn übermittelte Ortsbürgermeister Karl-Otto Dreher die Grußworte der gastgebenden Gemeinde.
Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Herrstein, Uwe Weber, stellte nach der Begrüßung der zahlreich erschienenen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner heraus, dass 2018 kein Jahr wie jedes andere war. Die schwere Flutkatastrophe habe gezeigt, wie wichtig und unverzichtbar es sei, dass eine gut funktionierende Feuerwehr vorhanden ist. Neben der Katastrophensituation im Mai und Juni haben auch die schlimmen Verkehrsunfälle in den letzten Wochen die Feuerwehren massiv gefordert und beansprucht. Auch im Bereich der Kulturveranstaltung im Steinbruch Juchem war die Feuerwehr mit einer großen Anzahl von Einsatzkräften vertreten und hat zum Gelingen beigetragen.
Bürgermeister Weber dankte den Feuerwehrangehörigen für den aktiven Einsatzdienst in den letzten Monaten.
Rund 115 Einsätze mussten im Berichtszeitraum von den Feuerwehreinheiten der Verbandsgemeinde Herrstein abgearbeitet werden, so der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Herrstein, Nils Heidrich. Auffällig war in den letzten Monaten, dass die Zahl der Brandeinsätze wieder deutlich zugenommen hat. Heidrich ging auch näher auf das Unwetterereignis ein, welches bei der Region noch lange in Erinnerung bleiben wird. Allein in diesem Zeitraum wurden die Feuerwehren zu weiteren 321 Einsätzen alarmiert. Ferner informierte Nils Heidrich, dass der Wehrleitung mittlerweile ein Kommandowagen zur Verfügung stehe. Zurzeit wird die Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges-Wasser für die Feuerwehr Langweiler ausgeführt. Als ganz wichtig stellte der Wehrleiter das gute und unbürokratische Zusammenarbeiten mit den Nachbarkommunen heraus.
Über den aktuellen Stand der 12 Jugendfeuerwehren mit 95 Jugendlichen informierte der Verbandsgemeindejugendfeuerwehrwart Carsten Weiand. Die Ereignisse in den letzten Monaten haben gezeigt, dass der Aufbau des Brand- und Katastrophenschutzes durch ehrenamtliche Feuerwehrangehörigen unverzichtbar sei. Die Bambini- und Jugendfeuerwehren der Verbandsgemeinde Herrstein müssen daher ein personelles Fundament schaffen, dass auch in den kommenden Jahren die an die Feuerwehr gestellten Aufgaben wahrgenommen und erfüllt werden können, so Weiand.
Weiterhin gab Wehrleiter Heidrich einen Fachvortrag zum Thema „Die Feuerwehr bleibt im Ort – Aber wie?“ Als Einstieg berichtete er dabei von einem Einsatzgeschehen und gab in bemerkenswerter Weise die Gedankengänge, Gefühlslagen und Ängste eines Gruppenführers wieder. Um den anspruchsvollen Aufgaben im Bereich der Feuerwehr gewachsen zu sein, wird so viel wie möglich gut ausgebildetes Personal benötigt. Aber wie motiviert man die Bürgerinnen und Bürger ein Ehrenamt zu übernehmen? Wehrleiter Heidrich streifte dabei die gesellschaftlichen, politischen und kameradschaftlichen Aspekte an.
Landtagsabgeordneter Hans-Jürgen Noss stellte in seinen Grußworten heraus, dass heutzutage eine gut ausgebildete Feuerwehr unverzichtbar sei, um effektive Hilfe am nächsten leisten zu können. Der Vortrag von Wehrleiter Heidrich rege zum Nachdenken an, so der Landtagsabgeordnete. Es werde immer schwieriger, für ein Ehrenamt Personal langfristig zu binden. Eine Gesellschaft kann durch das Nichtfunktionieren erheblichen Schaden erleiden.
Der stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur Armin Schneider fand bei seinen Grußworten anerkennende Worte für die Arbeit der Feuerwehrangehörigen.
Gerhard Rieth vom Kreisfeuerwehrverband informierte über die zuletzt durchgeführten Aktivitäten des Verbandes.
Seit einigen Jahren werden auch neue Feuerwehrangehörige beim Feuerwehrtag in den aktiven Einsatzdienst aufgenommen. Bürgermeister Weber verpflichtete Felix Brusius und Ramon Pfeiffer, beide Freiwillige Feuerwehr Allenbach, Leonie Haag, Bruchweiler, René Knierim, Hettenrodt, Sean May, Herrstein-Niederwörresbach, Yannick Kuhn und Michelle Maurer, beide Kirschweiler, Florian Kemme, Mackenrodt, Robin Hachenthal, Bjarne Schneider und Florian Zirbes, alle Mörschied, Julian Schiel, Schmidthachenbach, Dominik Greulach, Sien, Lukas Adam, Vanessa Heringer und Matthias Weyand, alle Veitsrodt.
Franziska Ensch von der Freiwilligen Feuerwehr Gerach wurde mit dem Ehrenzeichen der Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz in der Stufe Bronze ausgezeichnet.
Wegen Erreichens der Altersgrenze von 63 Jahren entließ Bürgermeister Uwe Weber Peter Remuta, Freiwillige Feuerwehr Herborn, Harald Hau, Niederhosenbach, Hans-Jürgen Müller, Oberreidenbach-Sienhachenbach, Karl-Heinz Gehres, Schmidthachenbach, Frank Dreher, Vollmersbach, und Otmar Glöckner, Wickenrodt. Er dankte den Feuerwehrangehörigen für die geleistete Arbeit.
Anlässlich dieser Veranstaltung werden auch verdiente Feuerwehrfrauen und –männer von Bürgermeister Weber in den nächst höheren Dienstgrad befördert. Kristian Rickes, Freiwillige Feuerwehr Herborn, Sara-Jasmin Fewinger, Hintertiefenbach, Thomas Bermann, Langweiler, wurden zur Oberfeuerwehrfrau bzw. zum Oberfeuerwehrmann befördert.
Über die Beförderungsurkunde zur Hauptfeuerwehrfrau bzw. -mann konnten sich Stefan Jung, Breitenthal, Michael Doll, Peter Lersch und André Orth, alle Bruchweiler, Vanessa Pick, Kempfeld, und Jean-Pierre Wettmann, Wirschweiler, freuen.
Die Beförderungsurkunde zum Hauptlöschmeister erhielt Michael Vochtel, Herrstein-Niederwörresbach.
Bürgermeister Uwe Weber zeichnete Markus Nees, Herborn, Stefan Marx und Christoph Theis, beide Herrstein-Niederwörresbach, Stefan Wannemacher und Benjamin Wagner, beide Kempfeld, und Mario Schneider, Niederhosenbach, mit dem Silbernen Feuerwehrehrenzeichen für 25 Jahre aktive pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr aus.
Anschließend verlieh Kreisbeigeordneter Klaus Beck das Goldene Feuerwehrehrenzeichen für 35 Jahre aktive Tätigkeit bei der Feuerwehr an Volker Wendel, Herrstein-Niederwörresbach, Andreas Schneidewind, Veitsrodt, und Dietmar Presser, Vollmersbach. Udo Petry, Gerach, und Dietmar Effenberger, Mörschied, erhielten diese Auszeichnung noch aus dem Jahre 2017.
Das Goldene Feuerwehrehrenzeichen für 45-jährige aktive pflichttreue Tätigkeit verlieh der Kreisbeigeordnete an Otmar Glöckner, Wickenrodt.
Klaus Beck dankte den Feuerwehrangehörigen für die langjährige aktive Tätigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr. Weiterhin lobte Beck die Feuerwehrangehörigen für die geleistete Arbeit während der Flutkatastrophe. Er stellte heraus, dass das Lob aus der Bevölkerung hochverdient gewesen sei. Die Feuerwehrfrauen- und männer müssen 24 Stunden in Bereitschaft sein. Heutzutage ist die Feuerwehr „ein Mädchen für alles“, so der Kreisbeigeordnete.
Ein abschließender Dank übermittelte Bürgermeister Weber und Wehrleiter Heidrich an den Ausrückebereich 5 mit den Freiwilligen Feuerwehren Kirschweiler, Hettenrodt und Mackenrodt für die Ausrichtung des Feuerwehrtages.
Weitere Informationen über die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Herrstein finden sie auch auf der Facebook-Seite.



Letzter Einsatz:

447 - 18

27.10.2018  14:09 Uhr

Kaminbrand

Herrsteiner Straße

55758 Kempfeld

Zur Einsatzübersicht >>>

Miniatur Wunderland
Der Freiwilligen Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen fehlen immer mehr Frauen und Männer! Das Mitmachen z.B. bei der Freiwillige Feuerwehr war früher selbstverständlich. Heute scheinen andere Dinge wichtiger. Die Folgen sind schon jetzt teilweise lebensbedrohlich... Das Miniatur Wunderland hat viele Stunden an einem Video gebastelt und wenn nur ein Neueintritt in der FF, oder anderen Hilfsorganisationen wie THW, Rettungsdienste etc. daraus folgt, dann hat es sich gelohnt.
zum Video >>>

Veranstaltungshinweis:
weiter >>>